12 Feb. Praktikantin besteht Feuertaufe

Der Praktikantinnen-Arbeitsplatz
Der Praktikantinnen-Arbeitsplatz

Last woman standing

Am letzten Arbeitstag meiner beiden Praktikantinnen im Februar 2016 musste ich wegen eines Fachvortrags in Hamburg schon um 14:30 zum Bahnhof und hatte mit knapper Not noch die Übersetzung einer Präsentation für ein Telekommunikationsunternehmen fertiggestellt, die meine Praktikantinnen dann in PowerPoint layouten mussten.

Stresslevel steigt

Der Kunde drängte per Mail, die ersten zehn Folien wurden in aller Eile vor meiner Abfahrt gesetzt und geliefert. Die restlichen 17 Folien mussten eigenständig bearbeitet und geliefert werden, während ich im Fernbus nach Hamburg saß. Per Mail las ich auf dem Handy, dass besagter Rest an eine andere Sachbearbeiterin gesendet werden sollte.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Sicherheitshalber rief ich an – und zwar auf unserer Privatnummer, um meine Frauzu fragen, ob denn wohl die Praktikantin überhaupt noch da sei. Die schlaue Praktikantin aber erkannte meine Handynummer, nahm das Gespräch an ihrer Nebenstelle an und bestätigte, die Kundenmail gelesen zu haben und noch vor meiner Ankunft in Hamburg konnte ich lesen, dass die fertige Präsentation geliefert worden war.

Ernstfall erfolgreich gemeistert

Nicht jeder Schulpraktikant ist so selbstständig, kann ich nur sagen. Weiter so!

Der Ablauf:

Mittwoch

21:44 Uhr – Der Kunde schreibt: Hallo Herr von Steuber, können Sie dies umpriorisieren und bis morgen 12 Uhr schaffen?
Ein wichtiges Bietergespräch kam jetzt dazwischen.

Donnerstag

12:42 Uhr – Der Kunde schreibt: Hallo Herr von Steuber, können Sie mir bitte schon die ersten Slides für den Review senden?

13:14 Uhr – Mail von uns: „Herr von Steuber ist gerade mit Folie 8 beschäftigt. Die Übersetzungen müssen danach noch in einer
Power  Point zusammengestellt werden. Möchten Sie die bereits fertigen Teile trotzdem schon haben?
Beste Grüße – Die Praktikantinnen

Die beiden Praktikantinnen layouten am iMac- eine kommandiert, die andere tippt, ich übersetze am PC mit DVX.

13:55 Uhr – Ich bin mit Übersetzen fertig, die Reisetasche muss gepackt werden.

14:00 Uhr – Praktikantin 1 geht von Bord, um den Bus zu erreichen.

14:27 Uhr – Praktikantin 2 sendet die ersten neun Folien an den Kunden.

14:30 Uhr – Ich werde zum Bahnhof gebracht.

14:47 Uhr – Der Kunde schreibt: Vielen Dank, auf der Seite 9 habe ich einige Änderungen in Rot markiert. Der Rest ist OK.
Bitte die Folge-Dateien an Frau Y senden, da ich nicht mehr im Office bin.

15:29 Uhr –

Wieder in Oldenburg angekommen, fand ich einen wichtigen Beitrag zu meiner Ernährung. Es müssen ja nicht immer Haferflocken sein…

 

Süßes Souvenir
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