Prozess
So funktioniert ein Übersetzerteam oder: Zu viele Köche verderben den Brei

Das optimale Team für ein Übersetzungsprojekt besteht aus einem Übersetzer, der die erste Fassung produziert (Formulierung, Terminologieklärung) und einem sprach- und fachkundigen Korrektor, der dieser Fassung den Feinschliff gibt und etwaige Fehler ausmerzt (Vier-Augen-Prinzip).
Sobald der Korrektor den Text gegengelesen und mit Anmerkungen versehen hat, geht der Erstübersetzer die Änderungen durch und genehmigt sie nach Rücksprache. Bei größeren Projekten können die beiden sich die Arbeit teilen, sodass ein Übersetzer ein Modul übersetzt, während der andere ein weiteres Modul gegenliest.
Endkontrolle
Vor der Auslieferung wird der endgültige Text noch einmal vom Projektleiter nach formalen Kriterien (beispielsweise sprachspezifische Konventionen wie Anführungszeichen unten im Deutschen, Leerzeichen zwischen Zahlen und Einheiten usw.) einschließlich Formatierung gesichtet. Wir haben also im Grunde ein Sechs-Augen-Prinzip. Eine gute durchschnittliche Tagesleistung eines Übersetzers liegt bei etwa 300 Zeilen Text (ca. 10-15 Seiten/2500 Wörter).
Zeiteinteilung
Das sorgfältige Gegenlesen einer Übersetzung, die von einem zuverlässigen Übersetzer stammt, nimmt etwa ein Viertel der Übersetzungsdauer in Anspruch. Die Endkorrektur geht dann wesentlich schneller. Sie können also davon ausgehen, dass die Tagesleistung des Übersetzers nach 1,3 Tagen qualitätsgeprüft und lieferfähig ist. Rückgerechnet bedeutet das, dass der lieferfähige Output unseres Büros pro Tag bei 300 Zeilen geteilt durch 1,3 = 230 Zeilen liegt. Wenn mehr Übersetzer an einem Projekt mitarbeiten, weil wegen eines knappen Projekttermins eine höhere Tagesleistung benötigt wird, entstehen Effizienzverluste, da der Stil aller beteiligten - eventuell externen - Übersetzer vereinheitlicht werden muss und mehr Aufwand für den Informationsfluss anfällt. Die Tagesleistung pro Teammitglied sinkt also und die Kosten werden höher.
Aus diesen Gründen empfehlen wir unseren Kunden, möglichst langfristig zu disponieren, um Kosten zu sparen.